Wün­sche der Krebs­kran­ken er­fül­len

Baye­ri­sche Krebs­ge­sell­schaft in Cham un­ter­stützt in der größ­ten Not

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Andrea Mayer wird die Spende an fünf Krebspatienten verteilen und möchte zudem zwei Angebote für Angehörige umsetzen. Foto: Melanie Schmid

Von Melanie Schmid

Cham. Jeder Krebspatient hat seine eigene Lebensgeschichte. Es sind Schicksale, die berühren. Und mit der Erkrankung gehen oft finanzielle Sorgen einher. „Das monatliche Krankengeld beträgt in der Regel nur zirka 60 Prozent des Bruttoeinkommens und damit kommen die wenigsten Betroffenen aus.“ Andrea Mayer arbeitet als Beraterin in der Außensprechstunde Cham der Krebsberatungsstelle Regensburg der Bayerischen Krebsgesellschaft und ist damit Ansprechpartnerin für die Krebspatienten.

Die Beratungen sind kostenfrei und vertraulich. Die Aktion „Freude durch Helfen“ kann nach Antragstellung dazu beitragen, die Not von Betroffenen ein wenig zu lindern. Außerdem plant sie zwei Angebote für das familiäre Umfeld von Patienten, damit Angehörige entlastet werden können.

Seit Januar 2020 bietet die Bayerische Krebsgesellschaft in Cham jeweils donnerstags und freitags in der Altenstadter Straße 1 Beratung für Erkrankte, Angehörige und Freunde an. Hausärzte, Mitarbeiter in Kliniken, das MVZ in Cham, oder allgemeine Gesundheitsdienste vermitteln an die Beraterin. Außerdem werden viele Menschen selbst aktiv, lesen es in der Zeitung oder werden von Freunden und Angehörigen darauf hingewiesen. Auch die Homepage der Bayerischen Krebsgesellschaft ist eine wichtige Informationsquelle, die zu den Krebsberatungsstellen in ganz Bayern führt.

Erkrankung und seelische Folgen
„Der erste Kontakt erfolgt meist telefonisch“, erzählt Andrea Mayer. Gesprächsbedarf gebe es bei der Nachsorge, der Rehabilitation, vor allem aber zur Bewältigung der Erkrankung und deren seelischen Folgen. „Gefragt ist aber auch finanzielle und sozialrechtliche Beratung.“ „Wie geht es mit der Arbeit weiter?“, treibe viele Betroffene um. Zusätzlichen Halt neben der Familie bietet in dieser schwierigen Lebensphase nicht nur Andrea Mayer, sondern auch Selbsthilfegruppen, in die bei Bedarf vermittelt wird.

Die systemische Beraterin und Sozialpädagogin weiß durch ihre tägliche Arbeit mit Krebspatienten, wo die finanzielle Not am allergrößten ist. „Wenn das Krankengeld kaum reicht, fehlt für zusätzliche Anschaffungen das Geld.“ Ein neuer Kühlschrank, der TÜV für das