„Eine schö­ne Be­sche­rung“

Strau­bin­ge­rin kann trotz Krank­heit mit ihrem neuen Auto ihrer Ar­beit nach­ge­hen

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Mit der Hilfe von Freude durch Helfen ist Annemarie Bauer (Name geändert) wieder mobil und kann trotz Arthrose in die Arbeit und zum Einkaufen fahren. Foto: dpa/Christin Klose

Von Lena Feldmeier

Ihr Glück kann Annemarie Bauer (Name geändert) noch immer nicht fassen. In jedem Satz bedankt sie sich und betont, wie froh sie über das neue Auto ist. Die 64-Jährige hat eine psychische Erkrankung und kämpft mit Folgeschäden. Zudem leidet sie an Arthrose in den Beinen. Doch Annemarie Bauer will weiter in die Arbeit gehen. Dafür brauchte sie ein neues Auto und hat dabei Unterstützung von Freude durch Helfen bekommen.

„Ich habe mich wahnsinnig gefreut. Ich hatte eine schlechte Kindheit und noch nie so etwas Schönes“, sagt Annemarie Bauer. „Ich weiß gar nicht, wie ich das gut machen soll.“ Mit dem neuen Auto könne sie wieder ohne Probleme in die Arbeit fahren. Stundenweise arbeitet sie in einem Verkaufsladen in Mainkofen. Mit dem Zug ging es einfach nicht mehr, weil die Arthrose zunehmend Schmerzen verursacht, sagt sie. „Sie wird immer schlimmer.“ Der Weg wurde so zunehmend zur Belastung. Das Auto sei eine Riesenerleichterung. Seit Mitte September gehört es nun ihr.

Neben Freude durch Helfen bekam sie auch Unterstützung von der Marianne-Strauß-Stiftung und der Stiftung Antenne Bayern. „Ich hätte das Geld einfach nicht gehabt.“ Für sie ist die Arbeit eine Abwechslung zum Alltag, sie könne unter Leute kommen, daher ist Mobilität für sie sehr wichtig.

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk

Die Aktion „Freude durch Helfen“ sei eine wunderbare Sache, sagt Annemarie Bauer. Denn Menschen wie ihr, die Hilfe benötigen und die sich notwendige Anschaffungen nicht leisten können, werde dadurch Hoffnung gegeben. „Das ist eine wunderbare Sache, ich muss das immer wieder sagen.“ Ihre rechtliche Betreuerin Brigitte Wittenzeller habe alles in die Wege geleitet. „Ich hab das ja nicht gewusst“, sagt Annemarie Bauer. Man habe sich bei Freude durch Helfen gemeldet und die Unterstützung erhalten. Vor dem neuen Auto hatte Annemarie Bauer einen Lupo. Die Firma Auto Albrecht aus Straubing habe sie mit kostengünstigen Wartungen unterstützt und steht ihr immer wieder hilfreich zur Seite. Doch bei dem Auto seien zunehmend mehr Reparaturen angefallen. „Das konnte ich mir nicht mehr leisten.“ Als Leihwagen bekam Annemarie Bauer während der Reparaturen immer wieder einen Skoda. Das ist der gleiche, sagt sie, den sie nun hat. „Ich war ihn schon gewöhnt und er lässt sich wunderbar fahren und lenken.“ An den Moment, als sie das erste Mal im Auto saß, kann sie sich genau erinnern: „Das war super. Das Auto ist für mich so etwas Schönes.“ Ihr mache selbst das Fahren zum Einkaufen Freude. „Das ist zugleich mein Weihnachtsgeschenk, eine schöne Bescherung.“