Jeder Tag zählt

Schwer­kran­ke sol­len letz­te Zeit im Ta­ges­hos­piz ge­nie­ßen kön­nen

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Ab April kommenden Jahres werden Teile des ehemaligen Karmelklosters in Vilsbiburg als Tageshospiz genutzt. Foto: Wolfgang Schmelzer

Vilsbiburg. (rob) Im April öffnet eine Tageshospiz-Einrichtung des Landkreises ihre Pforten in den Räumen des ehemaligen Karmelklosters. Anfangs vier, später bis zu acht medizinisch austherapierte Patienten werden dann dort jeweils von 8 bis 16 Uhr von Palliativ-Care-Schwestern versorgt.

„Die Patienten sollen von zu Hause rauskommen, mal eine andere Tapete sehen“, sagt Tanja Kraus von der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Täglich acht Stunden werden sich speziell ausgebildete Pflegekräfte im Erdgeschoss des derzeit leerstehenden Klostergebäudes um kranke Menschen kümmern, die oft starke Schmerzen haben und unheilbar krank sind. Man möchte die Patienten mit Spaziergängen, Gesellschaftsspielen oder gemütlichem Beisammensitzen bei Kaffee und Gebäck aus ihrem alltäglichen Trott herausholen. Gleichzeitig werden die pflegenden Angehörigen entlastet.


Das Tageshospiz wird sich durch Spenden, aber auch mit Hilfe von Geldern der Krankenkassen finanzieren. Die Umbauarbeiten am Gebäude werden vom Landkreis übernommen, der das Kloster gekauft hat und die Räumlichkeiten nun an das Tageshospiz untervermietet. Man werde bei dem Projekt von Landrat Peter Dreier maximal unterstützt, betont die Onkologin und Palliativ-Medizinerin Dr. Ursula Vehling-Kaiser.


„Der größte Teil der Spenden wird dafür benötigt, eine angenehme, wohnliche Spezialausstattung zu beschaffen“, erklärt Kraus. So möchte man spezielle Massagestühle oder Sofas anschaffen, die es den Schwerkranken ermöglicht, leichter aufzustehen. Das restliche Mobiliar, aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wie Toiletten, müssen behindertengerecht umgebaut werden. Deshalb beinhalten die Umbau- und Gestaltungspläne des früheren Karmelklosters einige Sonderwünsche.
Aktuell laufen die Umbauarbeiten im künftigen Tageshospiz auf Hochtouren. Sämtliche Räume werden renoviert und barrierefrei umgebaut, damit sich Rollstuhlfahrer problemlos im neuen Tageshospiz bewegen können.


Mit Dr. Marlis Flieser-Hartl unterstützt eine erfahrene Krankenhaus-Managerin die Planungen und hilft bei der Verwaltung. Die langjährige Vorstandsvorsitzende der Lakumed-Kliniken bringt ihr großes Wissen in das Projekt mit ein und bildet mit Dr. Vehling-Kaiser das Organisationsteam.