Ein er­neu­ter Schick­sals­schlag

Mut­ter er­krankt zum zwei­ten Mal an Krebs – Psy­chi­sche und fi­nan­zi­el­le Sor­gen

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Die 53-jährige Rita ist dreifach Mama und kämpft nun erneut gegen Krebs. „Freude durch Helfen“ möchte diese Familie unterstützen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Moosburg. Bereits vor fünf Jahren kämpfte die 53-jährige Rita (Name von der Redaktion geändert) aus Moosburg gegen ihre Krebserkrankung. Damals wurde bei der dreifachen Mutter Unterleibskrebs diagnostiziert. Mit einer Chemotherapie konnte sie diese Erkrankung jedoch ganz gut in den Griff bekommen und die 53-Jährige und ihre Familie konnten wieder aufatmen. Doch Anfang dieses Jahres folgte die nächste Schreckensnachricht: Bei Rita wurde wieder Krebs diagnostiziert, diesmal in der Lunge und im Rippenfell.

Ein erneuter Schicksalsschlag für Rita, ihren Ehemann und die drei Kinder. Die Organisation „Familienkrebshilfe Sonnenherz“ aus Mauern begleitet Rita bereits seit einiger Zeit auf ihrem Leidensweg und versucht, der Familie etwas Kraft in dieser schweren Zeit zu schenken.

Rita kämpft nun also erneut gegen den Krebs. Sie unterzieht sich nochmals zahlreichen Chemotherapie-Sitzungen, die allerdings nicht spurlos an ihr vorübergehen. Denn zusätzlich hat die 53-Jährige mit massiven Nebenwirkungen der Behandlung zu kämpfen, wie beispielsweise mit starken Wassereinlagerungen in Armen und Beinen. Ihre Familie versucht, ihr so gut es geht beizustehen und wünscht ihr viel Kraft. Doch sie leiden genauso unter der Situation. Die Familienmitglieder haben zahlreiche herzzerreißende Briefe an die Familienkrebshilfe geschrieben, in denen sie ihre Sorgen und Ängste schildern.

Einer ihrer Söhne schildert darin beispielsweise, dass er schon im Jahr 2015, bei der ersten Diagnose seiner Mutter, mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Eine Therapie half dem heute 17-Jährigen sehr gut und er war schließlich auf einem guten Weg, wieder psychisch stabil zu werden und allein zurechtzukommen.

Doch nun folgte im Januar der nächste Schicksalsschlag und er steht wieder ganz am Anfang. „Seitdem schreibe ich kleine Texte und male, da das meinen Kopf ausschaltet. Ich will es schaffen, mit mir, der Situation und meiner Psyche selbst zurechtzukommen“, schreibt der 17-Jährige in einem seiner Briefe.

Kein Geld für dringend benötigte Winterkleidung

Neben der psychischen Belastung kommen jedoch auch noch die finanziellen Sorgen der Familie dazu. Aufgrund ihrer schweren Erkrankung ist es Rita nicht mehr möglich, zu arbeiten. Das macht es der Familie sehr schwer, für die Lebenshaltungskosten aufzukommen.

Da Rita durch den Krebs in der Lunge das Atmen sehr schwerfällt, musste ihr Schlafzimmer aus dem zweiten Stock in den ersten verlegt werden. Die Möbel der Familie sind allerdings so alt, dass sie den Umzug zum Teil nicht mehr unbeschadet überstanden haben. Das Geld für neue Möbel, Reparaturarbeiten, kleine Familienausflüge oder auch für die dringend benötigte Winterkleidung ist momentan überhaupt nicht vorhanden.

Neben den zahlreichen Projekten, die die „Familienkrebshilfe Sonnenherz“ organisiert, um der Betroffenen und ihrer Familie zu helfen, möchten auch die Aktion „Freude durch Helfen“ einen kleinen Beitrag zur finanziellen Unterstützung leisten. -sk-