Müt­ter und Kin­der sagen „Dan­ke“

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KJF-Direktor Michael Eibl (hintere Reihe, 2.v.l.) und Cornelia Braun-Vilsmeier (3.v.l.) bedanken sich zusammen mit fünf Müttern des Mutter-Kind-Hauses für die großzügige Spende der Donaupost. Foto: Allgeyer

KJF-Einrichtung bedankt sich für Spende der Aktion „Freude durch Helfen"

Regensburg. (el) Dank der hohen Spendenbereitschaft für die Weihnachtsaktion „Freude durch Helfen" (wir berichteten) konnte der Einrichtung „Haus Mutter und Kind" der katholischen Jugendfürsorge (KJF) vor wenigen Tagen eine großzügige Spende übergeben werden. Mit dem Geld soll die Grundsanierung eines Hauses am Prinzenweg unterstützt werden, in dem sechs junge Mütter in Zukunft eine Bleibe finden sollen.

Nicht nur Anja (Name von der Redaktion geändert), die im Dezember von ihren Schwierigkeiten und ihrem Alltag im Mutter-Kind-Haus in unserer Zeitung berichtete, weiß, was sie der Einrichtung der KJF zu verdanken hat. Auch alle anderen Mütter, die zusammen mit ihren Kindern mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, haben im Mutter-Kind-Haus tatkräftige, liebevolle und ehrliche Unterstützung erfahren. Und wollen diese auch möglichst vielen anderen Frauen in Notsituationen zukommen lassen.

100 Anfragen pro Jahr – bei zehn Plätzen
Deshalb sei ihnen jede Unterstützung für eine Aufstockung der Plätze wichtig. „Wir haben über 100 Anfragen pro Jahr – auf derzeit zehn bestehende Wohnungen", erklärt die Leiterin des Mutter-Kind-Hauses, Cornelia Braun-Vilsmeier. Da die Frauen meist etwa eineinhalb Jahre bleiben, sei eine Platz-Aufstockung dringend nötig, weiß die Sozialpädagogin. Sechs neue Appartements sollen in dem Haus am Prinzenweg entstehen. Die Sanierung, die im Ganzen eineinhalb Jahre dauern soll, soll bereits dieses Jahr beginnen. „Die städtische Baugenehmigung dafür haben wir schon beinahe", sagte Michael Eibl, der es sich als KJF-Direktor nicht nehmen lassen wollte, sich für die großzügige finanzielle Unterstützung persönlich zu bedanken.

1,2 Millionen Euro wird die Sanierung des mittlerweile in die Jahre gekommenen Hauses kosten. „Das ist besonders schwierig für uns, da seit 2004 die institutionelle Förderung weggefallen ist", erklärt Eibl. Die eine Hälfte soll aus Eigenmitteln finanziert werden. Für die andere Hälfte werden noch dringend weitere Förderer gesucht. Glücklicherweise greife hier auch die KJF-nahe Stiftung „Für junge Menschen" unterstützend ein, erklärt der Direktor. Benefizkonzerte und andere Spendenaktionen sind laut Eibl schon geplant. Aber alles in allem handelt es sich bei dem Projekt „Prinzenweg" für die KJF um große Summen.

Umso dankbarer zeigte er sich zusammen mit Braun-Vilsmeier für die großzügige Spende der Aktion „Freude durch Helfen" der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung. Da die Innenausstattung noch einmal etwa 100 000 Euro kosten wird, „können wir die Spende super gebrauchen", bedankte sich Eibl. Das Haus am Prinzenweg, das direkt neben dem jetzigen Mutter-Kind-Haus in der Heiliggeistgasse steht, soll neben den sechs Appartements einen Gemeinschaftsraum und einen Therapieraum haben. „Dort arbeiten die Kollegen der Erziehungsberatungsstelle auf sehr wertvolle Weise mit unseren Müttern und deren Kindern", erklärt Braun-Vilsmeier.

Mit der Sanierung wird das Haus wieder in seine ursprüngliche Funktion zurückkehren: Das mittlerweile in die Jahre gekommene Gebäude war nämlich vor seinem zehnjährigen „Winterschlaf" ganze 38 Jahre das frühere Mutter-Kind-Haus. Um die 400 Mütter und ihre Kinder wurden in dieser Zeit dort versorgt, weiß Eibl. Seitdem haben immer wieder Familien mit Migrationshintergrund dort gewohnt. Im Moment leben dort noch ein paar Flüchtlinge, die aufgrund der Wohnungsnot in der Stadt, sehr dankbar für die Aufnahme seien.