Ein Stück Le­bens­qua­li­tät schen­ken

För­der­ver­ein Pal­lia­tiv­me­di­zin be­dankt sich für Spen­de von „Freu­de durch Hel­fen“

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Der Leiter der Palliativmedizin am UKR, Oberarzt Dr. Michael Rechenmacher, zeigt Donau-Post-Redakteurin Elisabeth Weiten den jüngst angeschafften Mobilitätsstuhl. Foto: el

Regensburg. (el) Für den Förderverein Palliativmedizin am Uniklinikum Regensburg (UKR) hat das Jahr gut angefangen. Dank der großen Spendenbereitschaft der Leser der Mediengruppe Straubinger-Tagblatt und Landshuter Zeitung bei der Weihnachts-Aktion „Freude durch Helfen“ konnte der Verein endlich einen sogenannten Mobilitätsstuhl anschaffen. Er trägt sehr zur Lebensqualität der schwerkranken Patienten bei.

„Wir haben uns sehr über die großzügige Spende gefreut“, betont der Leiter der Palliativmedizin am UKR, Oberarzt Dr. Michael Rechenmacher. Dank ihr sei es nun möglich gewesen, den lang ersehnten Mobilitätsstuhl anzuschaffen. „Mit ihm können geschwächte Menschen, die sonst nur liegen, aufrecht sitzen und damit wieder mobiler werden“, so Rechenmacher.


Noch einmal eine Spazierfahrt
Dank der einfachen Bedienung könnten auch Angehörige leicht mit dem Stuhl umgehen. Damit könnten den schwerkranken Menschen kleine Wünsche erfüllt werden – dies könne sein, den eigenen Hund noch mal zu Hause zu sehen, eine Zigarette zu rauchen oder eine kleine Spazierfahrt in der Natur zu unternehmen.

Was den meisten Menschen im Trubel des Alltags kaum auffällt, bedeute den Menschen auf der Palliativstation sehr viel. Dies sei auch der Grund, „warum es hier bei uns ganz und gar nicht immer traurig zugeht“, betont Rechenmacher. „Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr sich die Patienten über Kleinigkeiten des Alltags freuen könnten“.

Besondere Therapien übernimmt die Kasse nicht
Ein anderer Teil der Spenden der Weihnachts-Aktion werde außerdem für besondere Therapieverfahren verwendet. „Für Therapien beispielsweise mit Klangschalen oder Aromaölen übernimmt die Krankenkassen nämlich meist nicht die Kosten – obwohl sie den Patienten sehr gut helfen“, erzählt Rechenmacher. Hier springt am Univerklinikum Regensburg der Förderverein Palliativmedizin ein.

Wenn früher ein schwerkranker Mensch austherapiert war, passiert medizinisch nicht mehr viel. Es war ein – manchmal qualvolles – Warten auf den Tod. Die Palliativmedizin hat in den vergangenen Jahrzehnten viel verändert. Sie versucht, körperliche und seelische Schmerzen zu lindern. „Dabei geht es nicht immer“, wie Rechenmacher betont, „um die Begleitung Sterbender“. Am UKR wird in jeder Phase einer unheilbaren Erkrankung palliativmedizinisch begleitet. Es geht um eine ganzheitliche Behandlung des Patienten. Zunächst versucht man die körperlichen Beschwerden optimal zu behandeln. Darüber hinaus kümmert man sich auch um die mitunter zahlreichen sozialen, spirituellen und psychischen Nöte.

Weitere Informationen zum Förderverein im Internet unter www.palliativ-ukr.de